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So planen Sie die Kosten Ihrer Dekorationen

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Eine wirkungsvolle Schaufensterdekoration zieht nicht nur die Passanten an und macht sie auf das Angebot des werbenden Einzelhandelsgeschäfts aufmerksam, sie kostet auch Geld! Und die Kosten können sogar erheblich sein, wenn sie nicht geplant und ständig überwacht werden. Je nach Größe des Unternehmens ist der rationelle Einsatz des Dekorationsetats Aufgabe der Dekorationsabteilung und Ihrer Leitung oder wird vom Geschäftsinhaber selbst vorgenommen. Wer auch immer mit der Kostenüberwachung betraut ist, ihr ist volles Augenmerk zu widmen! Nun sind Kosten relativ. Eine kostenmäßig bescheidene Dekoration kann dennoch zu teuer sein, wenn die Werbewirkung ausbleibt und eine „teure” Ausstellung preiswert, wenn eine ganze Stadt darüber spricht und sich die Interessenten die Nasen an der Schaufensterscheibe platt drücken. Zusammen mit der Kostenkontrolle muss daher stets auch die Leistungskontrolle erfolgen. Auf folgende Faktoren kommt es dabei an:

  • Regelmäßiger und ständiger Vergleich der Dekorationskosten
  • Regelmäßige und konsequente Planung der Ausgaben für die Dekoration
  • Planung des Arbeitsablaufes während der Neu-Dekoration
  • Unterstützung des Dekorationspersonals mit der Verwirklichung guter Einfälle und Mut zum Ungewöhnlichen

Was gehört alles zu den Dekorationskosten?
Aus den oben genannten Leitsätzen ergibt sich das weitere Vorgehen zur Minimierung der Kosten. Kosten für die Schaufensterdekoration entstehen im Wesentlichen durch das Gehalt für das Personal oder das Honorar des Fremddekorateurs und durch die Dekorationsmaterialien. Zum Gehalt gehören selbstverständlich auch sämtliche gesetzlichen und freiwilligen Sozialaufwendungen. Am besten hält man alle die Dekoration betreffenden Positionen in der Buchhaltung getrennt, um sofort einen Überblick zu haben. Bei kleineren Einzelhandelsgeschäften wäre es aber auch denkbar, mehrere Kostenarten zusammenzufassen, obwohl die Auffächerung für die Beurteilung der Kostenentwicklung vorteilhafter ist. Gleiches gilt für die Erfassung der Einzelkosten für das Dekorationsmaterial. Die Belege sind sorgfältig zu sammeln und an die Buchhaltung weiterzuleiten. Der Oberbegriff für diese Kosten könnte „Sachkosten-Dekoration“ lauten. Diese Kosten betreffen im Wesentlichen die Ausgaben für Einmal-Dekorationsmaterial wie Tapeten, Buchstaben usw. Langlebigeres Dekorationsmaterial wie Büsten, Ständer, Plakataufsteller, Strahler usw. werden nach den Vorschriften der ordnungsgemäßen Buchführung behandelt und am besten von den kurzlebigen getrennt erfasst.

Langlebige und teure Dekorationsmaterialien
Bei den langlebigen und teuren Dekorationsmaterialien wird man überlegen, ob die Dekorationsabteilung mit diesen Kosten überhaupt belastet wird oder man diesen Aufwand nicht besser als Investition behandelt. Zu den erwähnten Kosten für Personal und Material kommen möglicherweise noch die Warenverluste, die entweder durch unsachgemäße Behandlung beim Dekorieren oder durch Verschleiß, Verfärben usw. entstehen, da die Schaufensterware nicht mehr als neu verkauft werden kann. Dieser Kostenfaktor hat einen zusätzlichen erzieherischen Wert. Wenn dem Dekorationspersonal die Kosten wegen unsachgemäßer Behandlung vorgehalten werden, wird es sich bemühen, sorgsamer mit der Schaufensterware umzugehen. Und schließlich ist noch eine kalkulatorische Miete für das Schaufenster in Ansatz zu bringen. Alle dies Überlegen schließen die Warenpräsentation außerhalb des Geschäftes (Vitrinen, Schaukästen usw.) selbstverständlich mit ein. Hier sind wahrscheinlich echte Mietkosten zu berücksichtigen, die bei der Beurteilung der Kosten keinesfalls vernachlässigt werden dürfen. Die Dekorationskosten werden laufend erfasst und monatlich mit den Kosten des vorangegangenen Zeitabschnittes verglichen. Hat man diese Kostenerfassung erst einmal eine Reihe von Jahren durchgeführt, lassen sich in bestimmten Rahmen Prognosen für die zu erwartenden Kosten abgeben, die die Kostenplanung erleichtern. Bei Kostenvergleich sind neben absoluten Zahlen die Prozentzahlen zu stellen, weil die Abweichungen in Prozenten die Kostenentwicklung eindrucksvoller erkennen lässt.

Ein digitales Formular zur Dekorations-Kostenerfassung als OpenOffice-Datei haben wir für Sie zusammengestellt. Diese Datei können Sie kostenfrei herunterladen – siehe grünen Button.

Ob Sie dieses Schema übernehmen oder eine andere Gliederung wählt, muss dem Einzelfall überlassen bleiben. Entscheidend sind lediglich die regelmäßige und vollständige Erfassung der Kosten und die Beurteilung ihrer Entwicklung. Deshalb auch der Vergleich zwischen den geplanten und den tatsächlichen entstandenen Kosten. Stellt man fest, dass innerhalb eines Monats die Kosten unerwartet gestiegen sind, wird man versuchen, sie im nächsten Monat oder in einem überschaubaren Zeitraum auszugleichen, um am Jahresende den Dekorationsetat nicht überschritten zu haben. Dividiert man die Gesamtkosten der Dekoration durch die Anzahl der Quadratmeter Schaufensterfläche, erhält man die Kosten pro Quadratmeter Schaufensterfläche, eine Messziffer, die man stets im Auge behalten sollte.

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